Donnerstag, 5. April 2012

Rezension: Fische kennen keinen Ehebruch - Carl Aderholt

Lust auf eine Zugfahrt...?!

Zugegeben: beim Anblick des Buches tauchten wohl jede Menge Fragezeichen über meinem Kopf auf... Fische ?? Warum Fische ? Ehebruch ? Ewige Treue und so...? Und das Cover ? Warum denn Blumen ? Und ist das ein Pfau ? Und die Fische ???

Ich stellte mich auf eine eher lustige Geschichte ein, vielleicht etwas sarkastisch ? Hm, klang nicht schlecht.

Doch das Buch hatte noch mehr zu bieten, was wirklich vielversprechend klang: Valérie war bei einer Typberatung, mit wirklich durchschlagendem Ergebnis: 

Irgendwie fühlt sie sich wie neu geboren ! 

Noch recht unsicher testet sie ihr neues "Ich" an ihrem Mann aus, mit niederschmetterndem Urteil: Er wünscht sich seine alte Frau zurück, das unscheinbare Mauerblümchen. 

Jedoch scheinen andere Männer das nicht so zu sehen... ein wildfremder Mann macht ihr plötzlich Komplimente ! Einfach so !
Valérie kann sich kaum daran erinnern wann ihr das zuletzt passiert ist.... war dies überhaupt schon einmal der Fall....?!



In einer Kurzschlußreaktion beschließt Valérie dann ihrem Alltagstrott genau jetzt (!) zu entfliehen. Somit bricht sie ihren gewohnten Arbeitsweg ab und kauft sich ganz einfach ein Zugticket.
Die Zugfahrt wird eine sehr aufregende Reise, viele inspirierende Menschen lernt sie auf der Fahrt kennen. Und sie lernt auch jede Mengen über sich selbst und über die Liebe...

Für mich als Leser war die Idee, den Großteil der Geschichte als Zugreise darzustellen wirklich grandios !
Wie im wirklichen Leben: 



Leute steigen ein, begleiten dich ein Stück und steigen vielleicht schon an der übernächsten Station wieder aus.

Leider fehlten dann nach einiger Zeit die Höhepunkte und die Geschichte plätscherte nur noch vor sich hin.
Irgendwann war einem der perfektionistische Fahrkartenkontrolleur zu nervig und der arrogante Mitreisende zu unsympathisch.

Daher von mir auch nur 3 Sterne, da die anfängliche Begeisterung leider nicht bis zum Ende durchhielt. 



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